Nicht weni­ger als zwei Jahre ist es her, seit­dem – abge­se­hen von lek­to­rier­ten Wie­der­auf­la­gen — der letzte Auf­satz auf dem Funken erschien. In „Die List der Iden­ti­tät“ wurden Paris und Köln, Dom­plat­te und Bata­clan als Mark­pfei­ler der meta­po­li­ti­schen Gezei­ten­wen­de ana­ly­siert und die man­gel­haf­te patrio­ti­sche Reak­ti­on kri­ti­siert. Allen skep­ti­schen Unken­ru­fen zum Trotz hielt der Autor die Hoff­nung — viel­leicht sogar die Gewiss­heit — auf eine zweite Welle an jungen und patrio­ti­schen Kräf­ten, auf eine Rück­kehr der Wald­gän­ger, auf­recht.

 

Und die zweite Welle kam. Mit unge­ahn­ter Dyna­mik riss sie das mehr­heits­fä­hi­ge patrio­ti­sche Lager mit und prall­te mit Wucht an den Stau­damm der Poli­ti­schen Kor­rekt­heit, des mul­ti­kul­tu­rel­len Wahn­sinns. Eine jede gelun­ge­ne, grenz­über­schrei­ten­de Aktion – es sind mitt­ler­wei­le zu viele, um sie hier noch auf­zu­zäh­len, ohne den Umfang dieses Textes zu spren­gen – schlug neue Risse, in die das patrio­ti­sche Fahr­was­ser ein­drin­gen konnte.

 

Diese Welle, das war und ist die patrio­ti­sche deut­sche und euro­päi­sche Jugend, eine Jugend, die beseelt ist von der Ver­tei­di­gung des Eige­nen, von einem Schick­sal, von einem authen­ti­schem Dasein – eine Jugend, die sie selbst sein will, die wahr­haf­tig leben will. Sie hat nun auch den Funken erreicht. Und das nicht ohne Grund. Denn bei allem, was erreicht wurde, gibt es kei­ner­lei Grund zur Selbst­zu­frie­den­heit. Die herr­schen­den Ideo­lo­gi­en, die genann­ten Stau­däm­me, wurden zwar rissig – aber gebors­ten sind sie nicht. Unsere Gegner machen die Schot­ten dicht und ver­su­chen, den Strom in Kanäle zu lenken – nur, um ihn letzt­lich ver­sie­gen zu lassen.

 

Wir glau­ben, dass dies zweck­los sein wird. Wir glau­ben, dass die iden­ti­tä­re Idee der Strom der Geschich­te sein wird, der die Dämme der moder­nen Welt end­gül­tig bre­chen wird. Wir glau­ben daran nicht im Sinne einer fata­lis­ti­schen Pro­phe­tie, in einem Zurück­fal­len in ein unbe­stimm­tes Tag-X-Denken, son­dern als Diener einer Idee, deren Zeit gekom­men ist – aber nur, wenn wir die Zei­chen dieser Zeit erken­nen, wenn wir in der Lage sind, eine leben­di­ge, intak­te und orga­ni­sche Gegen­kul­tur auf­zu­bau­en, wenn wir bereit sind, Tak­ti­ken und Stra­te­gi­en zu ent­wi­ckeln und sie not­falls wieder zu ver­wer­fen, wenn wir es schaf­fen, Idee und Pro­pa­gan­da nie­mals zu ver­wech­seln – wenn es uns gelingt, hart gegen uns selbst und unsere Mit­strei­ter zu sein, uns nie­mals den Ver­füh­run­gen der Moder­ne hin­zu­ge­ben.

 

Ideale und Grund­sät­ze, auf denen der Funke seit eh und je fußte. Wir geden­ken hier keinen Fuß­breit nach­zu­ge­ben und dieses Erbe in bester kon­ser­va­tiv-revo­lu­tio­nä­rer Manier zu erneu­ern.  Zu oft hat harte, ehr­li­che und frucht­ba­re Kritik inner­halb unse­rer Reihen gefehlt. Wenn wir uns nicht ana­ly­sie­ren und kri­ti­sie­ren, macht es der Gegner. Wenn wir uns nicht der allzu ein­lul­len­den “Lager­men­ta­li­tät” ent­le­di­gen und uns damit auf die nächs­te Stufe heben, tut es nie­mand. Gerade jetzt gilt es, unsere Gedan­ken zu schär­fen, Kritik wieder zu einer Waffe zu machen. Dafür sind wir hier. Wir sind der festen Über­zeu­gung, dass Viele so denken und fühlen wie wir.  Jenen sei gesagt: Wir brau­chen euch hier. Euch, die ihr denken, han­deln, begeis­tern, ent­wer­fen, ver­wer­fen, dienen und führen könnt. Euch, die ihr Auto­ren, Künst­ler, Krea­ti­ve, Lek­to­ren, Gra­fi­ker, Ide­en­ge­ber, Tech­ni­ker oder Phi­lo­so­phen seid — bei uns seid ihr rich­tig.

 

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Her­mann Hesse

 

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